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Gericht/Institution:Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland
Erscheinungsdatum:19.10.2021
Quelle:juris Logo

Von der Leyen: EU hat mehr als eine Milliarde Impfdosen exportiert

 

Die Europäische Union hat in den vergangenen zehn Monaten mehr als eine Milliarde Impfstoffdosen exportiert.

Das hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen heute (Montag) bekanntgegeben. „In der EU hergestellte Impfstoffe wurden in mehr als 150 Länder auf allen Kontinenten versandt – von Japan bis in die Türkei, vom Vereinigten Königreich bis nach Neuseeland, von Südafrika bis nach Brasilien. Wir haben über COVAX rund 87 Millionen Dosen in Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen geliefert. Die Europäische Union ist ganz eindeutig der größte Exporteur von COVID-19-Impfstoffen. Wir haben unsere Impfstoffe stets fair mit dem Rest der Welt geteilt. Wir haben genauso viel exportiert wie wir für die Bürgerinnen und Bürger der EU bereitgestellt haben. Tatsächlich wird mindestens jeder zweite in Europa hergestellte Impfstoff exportiert“, sagte die Präsidentin. „Und wir werden noch mehr tun. Gemeinsam mit Präsident Biden streben wir eine weltweite Impfquote von 70 Prozent bis zum nächsten Jahr an.“ Ein heute veröffentlichter Bericht der Kommission zeigt zudem, dass inzwischen mehr als 591 Millionen digitale COVID-Zertifikate der EU ausgestellt worden sind. 43 Länder auf vier Kontinenten sind an das EU-System angeschlossen.

Die Präsidentin erklärte zur Bereitstellung der Impfdosen weiter: „Parallel dazu hat die EU die Impfung unserer Bürgerinnen und Bürger ermöglicht. Mehr als 75 Prozent der Erwachsenen in der EU sind nun vollständig geimpft. Aber von Anfang an blieben wir weltoffen und exportierten weiter, auch wenn Impfstoffe zu Hause knapp waren. Denn wir wussten, dass wir COVID-19 nur bekämpfen werden, wenn wir überall dagegen vorgehen.“

Von der Leyen sagte: „Zusätzlich zu unseren Exporten wird die EU in den nächsten Monaten mindestens 500 Millionen Dosen für die am stärksten gefährdeten Länder spenden. Aber auch andere Länder sind gefordert. Ich arbeite eng mit Ministerpräsident Draghi und Präsident Biden zusammen, um die Staats- und Regierungschefs der G20 auf dem Gipfel nächste Woche in Rom für dieses ehrgeizige Ziel zu gewinnen: die Bekämpfung der weltweiten Pandemie.“

Digitales COVID-Zertifikat der EU setzt globalen Standard

Zudem zeigt ein heute veröffentlichter Bericht der EU-Kommission, dass inzwischen mehr als 591 Millionen digitale COVID-Zertifikate der EU ausgestellt worden sind. Das Zertifikat erleichtert Bürgerinnen und Bürgern sicheres Reisen und ist auch entscheidend für die Unterstützung der stark betroffenen europäischen Tourismusbranche. Das EU-Zertifikat ist derzeit das einzige weltweit funktionierende System; inzwischen sind 16 Nicht-EU-Staaten an das EU-System angeschlossen.

Der Erfolg des digitalen COVID-Zertifikats der EU in Zahlen:

• Die EU-Mitgliedstaaten haben mehr als 591 Millionen digitale COVID-Zertifikate der EU ausgestellt.

• 43 Länder sind bereits an das System des digitalen COVID-Zertifikats der EU angeschlossen: 27 EU-Mitgliedstaaten, 3 Länder des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR), die Schweiz und 12 weitere Länder und Gebiete. Insgesamt haben 60 Drittländer gegenüber der Kommission ihr Interesse bekundet, sich dem System anzuschließen.

• Der Luftverkehrssektor profitierte in hohem Maße von dem digitalen COVID-Zertifikat der EU, das rechtzeitig zu Beginn der Sommerreisesaison einsatzbereit war. Der Verband Airports Council International (ACI Europe (link is external)) meldete im Juli 201 eine Verdopplung des Passagieraufkommens im Vergleich zum Juli 2020.

• Einer Eurobarometer-Umfrage des Europäischen Parlaments zufolge waren sich etwa zwei Drittel (65 Prozent) der Befragten darin einig, dass das digitale COVID-Zertifikat der EU die sicherste Lösung für Reisefreiheit in Europa während der COVID-19-Pandemie darstellt.

• 20 EU-Mitgliedstaaten nutzen das digitale COVID-Zertifikat der EU auch für inländische Zwecke, beispielsweise für den Zugang zu Großveranstaltungen und zu Orten wie Restaurants, Kinos und Museen.

Quelle: EU-Aktuell v. 18.10.2021



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