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Gericht/Institution:Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland
Erscheinungsdatum:28.07.2021
Quelle:juris Logo

Medikamente gegen COVID-19: Kommission unterzeichnet Vertrag zur Beschaffung von Sotrovimab

 

Die Europäische Kommission hat am 27.07.2021 einen Rahmenvertrag mit dem Unternehmen GlaxoSmithKline für die Beschaffung des monoklonalen Antikörpers Sotrovimab unterzeichnet.

Das Medikament wurde in Zusammenarbeit mit VIR Biotechnology entwickelt und durchläuft derzeit eine fortlaufende Prüfung bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur. 16 EU-Mitgliedstaaten, darunter Deutschland, beteiligen sich an der Ausschreibung für den Kauf von bis zu 220.000 Behandlungen. Sotrovimab kann zur Behandlung von Coronavirus-Patienten mit leichten Symptomen eingesetzt werden, die keinen zusätzlichen Sauerstoff benötigen, aber ein hohes Risiko für eine schwere COVID-19-Erkrankung haben.

Laufende Studien deuten darauf hin, dass eine frühzeitige Behandlung die Zahl der Patienten verringern kann, die zu schwereren Formen fortschreiten und einen Krankenhausaufenthalt oder eine Einweisung auf die Intensivstation benötigen.

Stella Kyriakides, Kommissarin für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, sagte: „In unserer EU-Strategie für COVID-19-Therapeutika haben wir uns verpflichtet, bis Oktober mindestens drei neue Therapeutika zuzulassen. Jetzt haben wir einen zweiten Rahmenvertrag abgeschlossen, der den Patienten die Behandlung mit monoklonalen Antikörpern ermöglicht. Neben Impfstoffen werden sichere und wirksame Therapeutika eine zentrale Rolle bei der Rückkehr Europas zu einer neuen Normalität spielen.“

Monoklonale Antikörper sind im Labor entwickelte Proteine, die die Fähigkeit des Immunsystems zur Bekämpfung des Coronavirus nachahmen. Sie heften sich an das Spike-Protein und blockieren so ein Andecken an menschliche Zellen. Gemäß dem derzeitigen Rahmenvertrag mit Glaxo Smith Kline können die Mitgliedstaaten Sotrovimab (VIR-7831) bei Bedarf erwerben, sobald es entweder in dem betreffenden Mitgliedstaat eine Notfallgenehmigung oder eine bedingte Marktzulassung der EMA erhalten hat.

Quelle: EU-Aktuell v. 28.07.2021



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