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Gericht/Institution:Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland
Erscheinungsdatum:08.10.2020
Quelle:juris Logo

Coronavirus: EU-Kommission genehmigt dritten Impfstoff-Kaufvertrag

 

Die EU-Kommission hat nach den Verträgen mit AstraZeneca und mit Sanofi-GSK am 08.10.2020 einen dritten Vertrag für den Kauf eines Covid-Impfstoffs genehmigt.

Der Vertrag mit dem Pharmaunternehmen Janssen Pharmaceutica, einem Unternehmen der Janssen Pharmaceutical Companies of Johnson & Johnson, ermöglicht es Mitgliedstaaten, Impfstoff für 200 Mio. Menschen anzukaufen, sobald sich dieser als sicher und wirksam gegen Covid-19 erwiesen hat. Zudem erhalten sie eine Option auf den Kauf von Impfstoff für weitere 200 Mio. Menschen. Außerdem hat die EU-Kommission am 07.10.2020 mit dem Pharmaunternehmen Gilead einen Rahmenvertrag für die gemeinsame Beschaffung von bis zu 500.000 Behandlungseinheiten von Remdesivir unterzeichnet.

Die Mitgliedstaaten können auch beschließen, den Impfstoff Ländern mit niedrigem oder mittlerem Einkommen zu spenden oder ihn anderen europäischen Ländern zukommen zu lassen.

Die EU-Kommission hat bereits einen Vertrag mit AstraZeneca und mit Sanofi-GSK unterzeichnet und erfolgreiche Sondierungsgespräche mit CureVac, BioNTech-Pfizer und Moderna abgeschlossen.

Der Covid-19-Impfstoffkandidat von Janssen nutzt die Technologieplattform AdVac®, die auch bei der Entwicklung und Herstellung des kürzlich zugelassenen Ebola-Impfstoffs von Janssen und der Zika-, RSV- und HIV-Impfstoffkandidaten zum Einsatz kam. Der Impfstoffkandidat befindet sich bereits in Phase III der klinischen Studien.

Die Entscheidung der EU-Kommission, diesen Impfstoff zu fördern, beruht auf einer fundierten wissenschaftlichen Grundlage, der eingesetzten Technologie, der Erfahrung des Unternehmens in der Impfstoffentwicklung und seiner Produktionskapazitäten für eine Belieferung der gesamten EU.

Am 07.10.2020 hat die EU-Kommission mit dem Pharmaunternehmen Gilead einen Rahmenvertrag für die gemeinsame Beschaffung von bis zu 500.000 Behandlungseinheiten von Veklury (Markenname von Remdesivir) unterzeichnet. An der Vereinbarung über das gemeinsame Beschaffungsverfahren sind 34 Unterzeichnerstaaten beteiligt, darunter alle EU-Länder, die EWR-Länder, das Vereinigte Königreich sowie vier Kandidatenländer und potenzielle Kandidatenländer (Albanien, die Republik Nordmazedonien, Montenegro sowie Bosnien und Herzegowina). Alle teilnehmenden Länder können nun Direktbestellungen für Remdesivir aufgeben.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist Remdesivir das einzige Arzneimittel zur Behandlung von sauerstoffpflichtigen Covid-19-Patienten mit einer bedingten Zulassung in der EU.

Quelle: EU-Aktuell v. 08.10.2020



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