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Gericht/Institution:Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierun
Erscheinungsdatum:28.09.2020
Quelle:juris Logo

Digitalminister der Länder wollen KI-Programm für kleine und mittlere Unternehmen

 

Die Digitalminister der Länder wollen die Nutzung Künstlicher Intelligenz auch in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) stärken: Bei einem virtuellen D16-Treffen unter dem Vorsitz Bayerns forderten sie ein KI-Programm für KMU in das Konjunktur- und Innovationsprogramm des Bundes aufzunehmen.

Künstliche Intelligenz (KI) ist eine der wesentlichen treibenden Kräfte der Digitalisierung. Mithilfe von Künstlicher Intelligenz lassen sich Prozesse optimieren, die Effizienz steigern und Kosten senken. Für Unternehmen könne dies ein entscheidender Wettbewerbsvorteil sein. Insbesondere in kleinen und mittelständischen Unternehmen werde das wirtschaftliche Potential der neuen Technologie aber bei weitem noch nicht ausgeschöpft.

Die Digitalministerinnen und Digitalminister der Länder bitten die Bundesregierung, in das Konjunktur- und Innovationsprogramm des Bundes ein konkretes KI-Programm für KMU aufzunehmen, das im Umfang deutlich über das bisherige Programm der KI-Trainer hinausgeht und eng mit den Ländern abgestimmt wird. Der Beschluss des Koalitionsausschusses vom 03.06.2020 soll dahingehend konkretisiert werden, dass regionale Strukturen der Länder für einen nachhaltigen Kompetenzaufbau in KMU unterstützt werden. Zudem sollen europäische Finanzmittel mobilisiert werden. Außerdem sollen die Länder enger bei kommenden Überarbeitungen der KI-Bundesstrategie einbezogen werden. Mit den Kenntnissen und Erfahrungen der Länder ergebe sich die Chance, die Verwendung von (zusätzlichen) Mitteln – wie die zwei Milliarden Euro aus dem Konjunktur- und Innovationsprogramm des Bundes – gezielter auf die Bedarfe der lokal angesiedelten KI-Ökosysteme zuzuschneiden. Aus diesem Grund heraus werde der Bund ebenfalls gebeten, die bestehenden Bund-Länder-Formate (z.B. Bund-Länder-Gespräch KI) stärker zu nutzen, um gemeinsame Maßnahmen und Ziele zu definieren.

Darüber hinaus beschlossen die Teilnehmer des D16-Treffens, dieses Format künftig zwei Mal pro Jahr durchzuführen, einmal virtuell und einmal vor Ort, organisiert jeweils vom Vorsitzland. Bei Bedarf können aus aktuellem Anlass Sondersitzungen (virtuell oder vor Ort) auf Wunsch der Mehrheit der Teilnehmer einberufen werden. Das Gremium hatte sich am 27. September 2019 in Frankfurt am Main erstmalig getroffen, um sich über die Chancen und Herausforderungen des digitalen Wandels und die daraus resultierenden politischen Aufgabenstellungen auszutauschen.

Quelle: Pressemitteilung des Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung v. 25.09.2020



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