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Gericht/Institution:Gesamtverband der Versicherungswirtschaft
Erscheinungsdatum:24.09.2020
Quelle:juris Logo

Leistungsquote in der Berufsunfähigkeitsversicherung gestiegen

 

Die Leistungsquote in der Berufsunfähigkeitsversicherung liegt nach einer Mitteilung des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) seit Langem auf hohem Niveau, wie die Statistik für 2018 erneut unterstreicht.

Die Leistungsquote in der Berufsunfähigkeitsversicherung hat sich 2018 leicht verbessert. Insgesamt wurden 80% aller Anträge bewilligt, nach 79% ein Jahr zuvor. Das zeigt die jährliche Umfrage des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) unter seinen Mitgliedsunternehmen.

Wie aus den Zahlen ebenfalls hervorgeht, prüfen die Versicherer die Anträge fast immer allein anhand der vorhandenen Unterlagen, wie beispielsweise den ärztlichen Attesten. In nur sechs Prozent der Fälle hatten die Unternehmen 2018 zusätzlich ein neutrales Gutachten für die Leistungsprüfung erstellen lassen. Vor allem bei komplexen Fällen kann eine fachärztliche Beurteilung dazu erforderlich sein, wie sich der Gesundheitszustand des Versicherten auf die Arbeitsfähigkeit auswirkt. Mit 63% fallen die Gutachten in den meisten Fällen positiv für die Versicherten aus.

Lehnen Versicherer einen Leistungsantrag ab, dann zumeist deshalb, weil der Versicherte noch mindestens zu 50% seinem zuletzt ausgeübten Beruf nachgehen kann. Das war 2018 in fast der Hälfte aller Ablehnungen der Grund (siehe Grafik). Bei 13% hatten Antragsteller im Laufe des Verfahrens nicht mehr auf die Ansprache des Versicherers reagiert – etwa weil es ihnen wieder besser ging. Eine Verletzung der vorvertraglichen Anzeigepflicht war in 14% der Ablehnungen die Ursache. Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn ein Versicherter berufsunfähig wird aufgrund einer Erkrankung, die ihm bei Abschluss des Vertrages schon bekannt war – er diese aber nicht angegeben hat.

Quelle: Pressemitteilung des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft v. 24.09.2020



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