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Gericht/Institution:BRAK
Erscheinungsdatum:23.06.2020
Quelle:juris Logo

BRAK schlägt Aufnahme der Insolvenzverwalter in Regelungsrahmen der BRAO vor

 

Die Präsidentinnen und Präsidenten der 28 Rechtsanwaltskammern haben sich anlässlich der Hauptversammlung der Bundesrechtsanwaltskammer (BRAK) für eine Aufnahme der Insolvenzverwalter in die Bundesrechtsanwaltsordnung (BRAO) ausgesprochen.

Insolvenzverwalter könnten nach diesem Vorschlag unter das Dach der BRAO kommen und auf Antrag als Insolvenzverwalter in die für den Ort ihrer Niederlassung zuständige Rechtsanwaltskammer aufgenommen werden.

Am 22.06.2020 trafen sich die Präsidentinnen und Präsidenten der 28 Rechtsanwaltskammern zu ihrer halbjährlichen Hauptversammlung (HV), die Corona-bedingt als Präsidentenkonferenz in Berlin stattfand. Auf der Tagesordnung der 158. Hauptversammlung, die am 22.06.2020 in Berlin stattfand, stand u.a. das Thema Berufsrecht für Insolvenzverwalter, das die Präsidentinnen und Präsidenten bereits im Rahmen der 157. HV beschäftigt hatte. Nach konstruktiven Erörterungen kam die Hauptversammlung mehrheitlich mit 24 Ja-Stimmen überein, sich beim Gesetzgeber für eine "Aufnahme-Lösung" einzusetzen. Insolvenzverwalter könnten nach diesem Vorschlag unter das Dach der BRAO kommen und auf Antrag als Insolvenzverwalter in die für den Ort ihrer Niederlassung zuständige Rechtsanwaltskammer aufgenommen werden. Ein Zulassungsverfahren müssten Insolvenzverwalter nicht durchlaufen.

BRAK-Präsident RAuN Dr. Wessels begrüßt die Entscheidung der Hauptversammlung: "Die Aufnahme der Insolvenzverwalter in die BRAO ist die sachgerechte Lösung. 95% aller Insolvenzverwalter sind zugelassene Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte. Es verbietet sich, diese unter staatliche Aufsicht zu stellen. Auch eine eigene Kammer für Insolvenzverwalter macht da wenig Sinn. Die Verortung bei den Rechtsanwaltskammern halte ich für richtig. Wir werden mit einem konkreten Vorschlag für eine Gesetzesänderung an das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) herantreten."

Quelle: Pressemitteilung der BRAK Nr. 13/2020 v. 23.06.2020



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