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Gericht/Institution:Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland
Erscheinungsdatum:04.05.2020
Quelle:juris Logo

Förderung der Coronavirus-Forschung von KMU und Start-ups

 

Die EU-Kommission stellt über den Europäischen Innovationsrat zusätzliche 150 Millionen Euro zur Finanzierung bahnbrechender Ideen von KMU in der Coronavirus-Forschung bereit.

Damit können über das Accelerator-Pilotprojekt des Europäischen Innovationsrates (EIC) Start-ups und KMU bei Entwicklung und Einführung innovativer Lösungen für die Coronavirus-Krise unterstützt werden. Das zusätzliche Budget, das im überarbeiteten EIC-Pilotarbeitsprogramm festgelegt wurde, ist für Unternehmen mit Coronavirus-relevanten Innovationen bestimmt und kommt zu den 164 Mio. Euro hinzu, die bereits im Rahmen der letzten EIC-Acceleratorausschreibung angeboten wurden. Das zusätzliche Budget wird die besten Start-ups und KMUs finanzieren, die sich auf den Aufruf mit Frist März 2020 beworben haben.

Mariya Gabriel, Kommissarin für Innovation, Forschung, Kultur, Bildung und Jugend, sagte: "Mit dem Europäischen Innovationsrat wollen wir flexibel, anpassungsfähig und schnell sein, genau wie die Unternehmen, die wir unterstützen. Diese Reaktion auf die Aufstockung der EIC-Accelerator-Finanzierung für Coronavirus-Innovationen in nur wenigen Wochen zeigt, wie schnell wir in Zeiten der Dringlichkeit handeln können, und zeigt, welche Bedeutung die Kommission der Erholung Europas von der Krise beimisst."

Eine Rekordzahl von fast 4.000 Start-ups und KMU bewarb sich im März 2020 für das EIC-Accelerator-Pilotprojekt, vorgeschlagen wurden über 1.000 Lösungen zur Bekämpfung des Coronavirus-Ausbruchs und seiner sozioökonomischen Folgen.

Die für die EIC-Unterstützung ausgewählten Unternehmen werden Ende Mai 2020 bekannt gegeben. Die Kommission wird außerdem spezielle Exzellenzsiegel für qualitativ hochwertige Coronavirus-relevante Anwendungen vergeben, die nicht mit den zusätzlichen 150 Mio. Euro finanziert werden können, um ihre Finanzierung aus anderen Quellen zu unterstützen. Diese Unterstützung für Start-ups und KMU ist Teil der koordinierten Coronavirus-Reaktion der Kommission. Die Kommission stellt Hunderte Millionen Euro für Forschungs- und Innovationsmaßnahmen zur Entwicklung von Impfstoffen, neuen Behandlungsmethoden, Diagnosetests und medizinischen Systemen bereit, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern.

Mit einem Budget von etwa 3 Mrd. Euro über die Jahre 2018 bis 2020 stellt der EIC-Pilot attraktive Fördersummen für KMU im EU-Forschungsprogramm Horizont 2020 bereit. Am EIC-Accelerator Pilot teilnehmen können nur gewinnorientierte KMU aus den Europäischen Mitgliedstaaten oder einem mit Horizont 2020 assoziierten Land. Es kann nur Einzelförderung beantragt werden. Weitere Einrichtungen, wie beispielsweise Großunternehmen oder Universitäten, können als Dritte, üblicherweise als Unterauftragnehmer, eingebunden werden. Im EIC-Accelerator wird die Durchführung eines ein- bis zweijährigen Innovationsprojekts gefördert. Am Ende soll als Projektergebnis ein marktreifes Produkt, Verfahren oder eine Dienstleistung stehen. Der EIC-Accelerator Pilot fördert risikoreiche Innovationsprojekte, die für die antragstellenden Unternehmen mit einem großen Potenzial zur Steigerung des Wachstums und der Wettbewerbsfähigkeit verbunden sind. Dieses Potenzial muss im Projektantrag durch einen strategischen Businessplan und einen ersten Kommerzialisierungsplan belegt werden.

juris-Redaktion
Quelle: EU-Aktuell v. 30.04.2020



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