juris Nachrichten

  • Die wichtigsten Entscheidungen
  • Gesetzesentwicklungen und -vorhaben
  • Tagesaktuelle Auswahl der juris Redaktion

Die juris Nachrichten App jetzt gratis herunterladen

Login
Gericht/Institution:BGH
Erscheinungsdatum:30.04.2020
Entscheidungsdatum:14.04.2020
Aktenzeichen:5 StR 473/19
Quelle:juris Logo
Norm:§ 57a StGB

Doppelmord am Hamburger Jungfernstieg: Verurteilung zu lebenslanger Freiheitsstrafe rechtskräftig

 

Der BGH hat ein Urteil des LG Hamburg bestätigt, das einen 35-Jährigen wegen Doppelmordes an seiner Ex-Freundin und seinem Kind zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt hatte.

Das LG Hamburg hatte den heute 35 Jahre alten Angeklagten wegen zweifachen Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt und die besondere Schwere der Schuld (§ 57a Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 StGB) festgestellt.

Nach den Feststellungen des Landgerichts erstach der Angeklagte am 12.04.2018 auf dem Bahnsteig des Hamburger S-Bahnhofes Jungfernstieg heimtückisch seine 21 Monate alte Tochter und deren 33 Jahre alte Mutter. Er wollte sich an seiner ehemaligen Lebensgefährtin rächen und sie dafür bestrafen, dass sie ihrem neuen Lebensgefährten Kontakt mit der gemeinsamen Tochter gewährte, während er unter anderem aufgrund seines aggressiven Verhaltens nur über ein eingeschränktes Umgangsrecht verfügte. Das Landgericht hat daher angenommen, dass der Angeklagte seine Tochter auch aus niedrigen Beweggründen getötet und deshalb mehrere Mordmerkmale verwirklicht hat.

Der BGH hat die Revision des Angeklagten als unbegründet verworfen.

Nach Auffassung des BGH hat die Überprüfung des Urteils keinen Rechtsfehler zu seinem Nachteil ergeben.

Das Urteil ist damit rechtskräftig. 

Vorinstanz
LG Hamburg, Urt. v. 15.02.2020 - 601 Ks 7/18 / 6610 Js 47/18 

juris-Redaktion
Quelle: Pressemitteilung des BGH Nr. 49/2020 v. 30.04.2020



Zur Nachrichten-Übersichtsseite