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Gericht/Institution:Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg
Erscheinungsdatum:11.02.2020
Entscheidungsdatum:10.02.2020
Aktenzeichen:11 S 6.20
Quelle:juris Logo

Bäume an Landesstraße 794 dürfen gefällt werden

 

Das OVG Berlin-Brandenburg hat vorläufig entschieden, dass die im Zuge des Ausbaus der Landesstraße 794 in der Ortsdurchfahrt Ruhlsdorf geplanten Baumfällarbeiten erfolgen dürfen.

Ein Naturschutzverband begehrte im Rahmen eines Eilrechtsschutzverfahrens die Baumfällarbeiten vorläufig zu untersagen.
Das VG Potsdam hatte diesen Antrag als unzulässig abgelehnt.

Das OVG Berlin-Brandenburg hat die Beschwerde des Naturschutzverbandes zurückgewiesen.

Nach Auffassung des Oberverwaltungsgerichts ist der Eilrechtsschutzantrag zwar zulässig, soweit er sich gegen die für 26 Bäume erteilte Befreiung von den gesetzlichen Verboten des Alleenschutzes richtet. Er sei aber nicht begründet. Es sei anzunehmen, dass der geplante Ausbau zur Beseitigung erheblicher Defizite in der Verkehrssicherheit der Strecke notwendig und eine andere Möglichkeit der Ausführung, die eine Fällung der Alleebäume entbehrlich machen würde, auch im Beschwerdeverfahren nicht erkennbar geworden sei.

Soweit der Antragsteller außerdem gerügt habe, dass eine seiner Auffassung nach erforderliche Umweltverträglichkeitsprüfung nicht durchgeführt worden, die Einhaltung artenschutzrechtlicher Verbote nicht gewährleistet, die Baumschutzsatzung der Stadt nicht beachtet und die an anderer Stelle vorgesehenen Ersatzmaßnahmen unzureichend seien, sei dem nicht weiter nachzugehen, weil der hierauf gestützte Antrag – wie vom Verwaltungsgericht bereits angenommen – unzulässig war.

Vorinstanz
VG Potsdam, Beschl. v. 03.02.2020

juris-Redaktion
Quelle: Pressemitteilung des OVG Berlin-Brandenburg v. 10.02.2020



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