Gericht/Institution:BVA
Erscheinungsdatum:11.10.2019
Quelle:juris Logo

GKV-Schätzerkreis schätzt finanzielle Rahmenbedingungen der gesetzlichen Krankenversicherung für 2019 und 2020

 

Der GKV-Schätzerkreis kam bei seiner Sitzung vom 11.10.2019 – bestehend aus Experten des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG), des Bundesversicherungsamtes (BVA) und des GKV-Spitzenverbandes – zu keiner einvernehmlichen Prognose der Höhe der Ausgaben der Gesetzlichen Krankenversicherung für die Jahre 2019 und 2020.

Die abweichenden Einschätzungen erklärten sich aus einer unterschiedlichen Bewertung von Ausgabenentwicklungen im laufenden und im nächsten Jahr. Bei der Schätzung der Einnahmen sowie der Zahl der Versicherten und Mitglieder der Gesetzlichen Krankenversicherung für die Jahre 2019 und 2020 habe hingegen Einvernehmen erzielt werden können.

Schätzergebnis 2019

Die Einnahmen des Gesundheitsfonds werden auf 231,9 Mrd. Euro geschätzt. Dabei sei der Bundeszuschuss i.H.v. 14,5 Mrd. Euro abzüglich des Anteiles für die landwirtschaftliche Krankenkasse berücksichtigt worden. Die Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds betragen entsprechend der rechtlichen Vorgaben unverändert 231,1 Mrd. Euro.

Hinsichtlich der erwarteten Ausgaben im Jahr 2019 habe kein Einvernehmen erzielt werden können.

Das BMG und das BVA gingen von Ausgaben i.H.v. 245,7 Mrd. Euro aus. Der GKV-Spitzenverband erwarte hingegen Ausgaben i.H.v. 246,0 Mrd. Euro.

Schätzergebnis 2020

Für das Jahr 2020 erwarte der Schätzerkreis Einnahmen des Gesundheitsfonds i.H.v. 240,3 Mrd. Euro inkl. des Bundeszuschusses von 14,5 Mrd. Euro abzüglich des Anteiles für die landwirtschaftliche Krankenkasse. Hierbei sei eine Zuführung aus der Liquiditätsreserve i.H.v. 225 Mio. Euro berücksichtigt.

Hinsichtlich der erwarteten Ausgaben im Jahr 2020 habe kein Einvernehmen erzielt werden können.

Die voraussichtlichen Ausgaben betragen nach Schätzung des BMG und des BVA 256,8 Mrd. Euro. Der GKV-Spitzenverband erwarte Ausgaben i.H.v. 258,6 Mrd. Euro. Rechnerisch ergebe sich aus den Schätzergebnissen des BMG und des BVA für das Jahr 2020 eine Erhöhung des durchschnittlichen ausgabendeckenden Zusatzbeitragssatzes um 0,2 Prozentpunkte auf 1,1%. Dagegen resultiere aus der Schätzung des GKV-Spitzenverbandes rechnerisch eine Erhöhung des durchschnittlichen ausgabendeckenden Zusatzbeitragssatzes um 0,3 Prozentpunkte auf 1,2%. Veränderungen bei den Finanzreserven der gesetzlichen Krankenkassen werden bei der Schätzung des durchschnittlichen ausgabendeckenden Zusatzbeitragssatzes nicht berücksichtigt.

Das BMG legt nach Auswertung der Ergebnisse des Schätzerkreises den durchschnittlichen Zusatzbeitragssatz für das Jahr 2020 fest und gibt ihn bis zum 01.11.2019 im Bundesanzeiger bekannt.

juris-Redaktion
Quelle: Pressemitteilung des BVA v. 11.10.2019


Das ganze Betreuungsrecht.
Auf einen Klick.

Die Leuchtturmtitel des juris PartnerModul Betreuungsrecht

juris PartnerModul Betreuungsrecht

Speziell konzipiert für alle, die sich mit dem Betreuungs- und Vormundschaftsrecht befassen.

Jetzt hier gratis testen!

Cookies erleichtern uns die Bereitstellung und Verbesserung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Webseiten erklären Sie sich einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Der Nutzung können Sie in unserer Datenschutzrichtlinie widersprechen.

Einverstanden
X