Gericht/Institution:LG Köln
Erscheinungsdatum:04.01.2019
Entscheidungsdatum:03.01.2019
Aktenzeichen:111 Qs 65/18
Quelle:juris Logo
Norm:§ 112 StPO

Geiselnahme am Kölner Hauptbahnhof: Mutmaßlicher Angreifer bleibt in Haft

 

Das LG Köln hat die Haftbeschwerde des mutmaßlichen Angreifers vom Kölner Hauptbahnhof zurückgewiesen, da die Untersuchungshaft unzweifelhaft verhältnismäßig sei.

Der Beschwerdeführer ist nach Auffassung der Staatsanwaltschaft, des AG Köln und auch des LG Köln dringend verdächtig, sich durch einen Angriff auf ein Schnellrestaurant und eine Apotheke im Kölner Hauptbahnhof am 15.10.2018 wegen versuchten Mordes in mehreren Fällen, gefährlicher Körperverletzung und Geiselnahme strafbar gemacht zu haben. Er befindet sich derzeit aufgrund eines Haftbefehls des AG Köln vom 16.10.2018 in Untersuchungshaft.

Das LG Köln hat eine hiergegen gerichtete Haftbeschwerde zurückgewiesen und damit den Haftbefehl des Amtsgerichts bestätigt.

Nach Auffassung des Landgerichts ist auch der dringende Tatverdacht mit der Beschwerdebegründung nicht angegriffen worden. Der besondere Haftgrund der Schwerkriminalität, § 112 Abs. 3 StPO, liege unzweifelhaft vor, weil bei dem Beschuldigten – trotz seines angeschlagenen Gesundheitszustands – auch eine Fluchtgefahr bestehe. Es bestehe die nicht fernliegende Möglichkeit, dass er einen Dritten dazu veranlassen könnte, ihm zur Flucht zu verhelfen. Im Übrigen sei eine ausreichende medizinische Versorgung des Beschuldigten in der Untersuchungshaft möglich. Andere Unterbringungsmöglichkeiten, etwa Rehabilitationskliniken, die zu einer Aufnahme des Beschuldigten bereit wären, sind weder ersichtlich, noch von der Beschwerdebegründung aufgezeigt worden, auch weil der Beschuldigte nicht krankenversichert sei. Angesichts der gravierenden Tatvorwürfe sei die Untersuchungshaft unzweifelhaft verhältnismäßig.

juris-Redaktion
Quelle: Pressemitteilung des LG Köln Nr. 2/2019 v. 04.01.2019


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