Gericht/Institution:ArbG Berlin
Erscheinungsdatum:01.02.2017
Entscheidungsdatum:01.02.2017
Aktenzeichen:56 Ca 5356/15
Quelle:juris Logo

Lohnungleichheit beim ZDF: Klage von Reporterin abgewiesen

 

Das ArbG Berlin hat die Klage einer ZDF-Reporterin wegen Diskriminierung und ungleicher Bezahlung von Männer und Frauen abgewiesen.

Die Reporterin des ZDF hatte geltend gemacht, sie erhalte allein wegen ihres Geschlechts eine geringere Vergütung als ihre männlichen Kollegen. Das ZDF sei deshalb zur Auskunft über die Vergütung ihrer Kollegen und zur Zahlung einer Entschädigung wegen einer ungerechtfertigten Ungleichbehandlung verpflichtet.

Das ArbG Berlin hat die Klage abgewiesen.

Nach Auffassung des Arbeitsgerichts besteht kein Auskunftsanspruch, weil für ihn eine gesetzliche Grundlage fehlt. Eine ungerechtfertigte Ungleichbehandlung der Klägerin in Bezug auf ihre Vergütung liege nicht vor. Die von der Klägerin benannten Mitarbeiter seien nicht vergleichbar, weil diese zum Teil in einem anderen Rechtsverhältnis tätig sind oder – soweit sie in einem vergleichbaren Rechtsverhältnis stehen – über längere Beschäftigungszeiten verfügen. Da eine Diskriminierung der Klägerin nicht festgestellt werden könne, stehe ihr auch ein Entschädigungsanspruch nicht zu.

Das Urteil ist nicht rechtskräftig; es kann mit dem Rechtsmittel der Berufung an das LArbG Berlin-Brandenburg angegriffen werden.

Quelle: Pressemitteilung des LArbG Berlin-Brandenburg Nr. 3/2017 v. 01.02.2017


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