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Gericht/Institution:Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland
Erscheinungsdatum:25.08.2020
Quelle:juris Logo

EU und USA einigen sich auf Zollsenkungen

 

Die EU und die Vereinigten Staaten haben sich auf ein Abkommen geeinigt, das den gegenseitigen Handel von Produkten im Wert von mehreren hundert Millionen US-Dollar erleichtert.

Es ist das erste Abkommen dieser Art seit mehr als zwei Jahrzehnten. Die EU schafft Importzölle auf Hummer vorläufig ab, im Gegenzug reduzieren die USA Zölle auf eine Reihe von europäischen Produkten. "Wir beabsichtigen, dass dieses Paket von Zollsenkungen nur der Anfang eines Prozesses sein wird, der zu zusätzlichen Abkommen führen wird, die einen freieren, faireren und gegenseitig vorteilhafteren transatlantischen Handel schaffen", erklärten EU-Handelskommissar Phil Hogan und der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer am 21.08.2020.

Die EU schafft Importzölle auf lebenden und gefrorenen Hummer rückwirkend zum 01.08.2020 auf Basis des Prinzips der Meistbegünstigung ab. Dieses Prinzip sorgt dafür, dass Handelsvorteile, die einem Land einem anderem gewährt, auch für dritte Länder gelten. Im Jahr 2017 exportierten die Vereinigten Staaten Hummer im Wert von mehr als 111 Mio. US-Dollar in die EU. Die Verpflichtung gilt zunächst für fünf Jahre. Die EU-Kommission wird jedoch daran arbeiten, die Zölle auf Hummer dauerhaft abzuschaffen.

Im Gegenzug verpflichten sich die Vereinigten Staaten, Zölle für Produkte mit einem jährlichen durchschnittlichen Handelswert von 160 Mio. US-Dollar um 50% zu senken. Darunter sind Kristallglaswaren, Oberflächenpräparate, Treibladungspulver, Feuerzeuge und Feuerzeugteile. Die Vereinigten Staaten schaffen die Zölle zum 01.08.2020 auf Basis des Prinzips der Meistbegünstigung ab.

Quelle: EU-Aktuell v. 24.08.2020



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