Gericht/Institution:BR
Erscheinungsdatum:14.12.2018
Quelle:juris Logo

Ferkelkastration: Längere Übergangsfrist für betäubungsloses Kastrieren

 

Der Bundesrat hat am 14.12.2018 einem Gesetzentwurf zugestimmt, der das Verbot der betäubungslosen Ferkelkastration bis Ende 2020 aufschiebt.

Nach derzeitigem Recht sollten ab 01.01.2019 eigentlich nur noch Kastrationsmethoden zulässig sein, die den Tieren keine Schmerzen verursachen. Dies hatte der Gesetzgeber schon vor fünf Jahren beschlossen, dabei aber den Tierhalten eine Übergangsfrist bis Ende 2018 zugebilligt, damit sie sich auf neue Methoden umstellen können. Da die derzeit verfügbaren Alternativen zur betäubungslosen chirurgischen Kastration den Anforderungen der Praxis nicht genügten, verlängerte der Bundestag nun die Übergangsfrist nochmals um zwei Jahre. Damit können männliche Ferkel in den ersten acht Tagen nach dem Wurf weiterhin ohne Betäubung kastriert werden. Die ursprüngliche Empfehlung des Agrarausschusses, das Gesetz in den Vermittlungsausschuss zu überweisen, erhielt im Plenum keine Mehrheit. Damit gilt das Gesetz, das nicht der Zustimmung des Bundesrates bedarf, als automatisch gebilligt.

Das Gesetz wird nun dem Bundespräsidenten zur Unterzeichnung zugeleitet und kann zum 01.01.2019 in Kraft treten.

Weitere Informationen
PDF-Dokument Viertes Gesetz zur Änderung des Tierschutzgesetzes (BT-Drs. 19/5522 – PDF, 263 KB)

juris-Redaktion
Quelle: Pressemitteilung des BR v. 14.12.2018


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