Gericht/Institution:Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland
Erscheinungsdatum:01.02.2017
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Ende der Roaming-Gebühren ab Mitte Juni 2017: Letzte Hürde genommen

 

Die letzte Hürde zur Abschaffung der Roaming-Aufschläge bei Reisen in der EU ist genommen.

In der Nacht auf den 01.02.2017 haben Vertreter des Europäische Parlaments, des Rates der EU-Staaten und der Kommission eine Einigung über die Preise erzielt, die sich die Betreiber gegenseitig in Rechnung stellen können, wenn ihre Kunden beim Roaming andere Netze in der EU benutzen. Damit kann das Roaming zu Inlandspreisen ab dem 15.06.2017 Wirklichkeit werden.

Die Telekom-Unternehmen können sich gegenseitig Kosten in Rechnung stellen, wenn ihre Kunden ein Netz im Ausland nutzen. Dafür haben sich die Verhandlungsführer auf folgende Obergrenzen geeinigt:

- 3,2 Cent pro Minute für Anrufe, ab 15.06.2017,

- 1 Cent pro SMS, ab 15.06.2017,

- eine schrittweise Senkung der Preisobergrenzen für Datenverkehr über fünf Jahre, von 7,7 Euro pro GB (ab 15.06.2017) auf sechs Euro pro GB (ab 01.01.2018), dann auf 4,5 Euro pro GB (ab 01.01.2019), 3,5 Euro pro GB (ab 01.01.2020), drei Euro pro GB (ab 01.01.2021) und schließlich 2,5 Euro pro GB (ab 01.01.2022).

Die Einigung macht das Roaming zu Inlandspreisen möglich und stellt gleichzeitig sicher, dass Kosten gedeckt werden können und der Wettbewerb auf den nationalen Roamingvorleistungsmärkten erhalten bleibt. Dank dieser politischen Einigung über die Vorleistungsbedingungen sowie dank der Regelung der angemessenen Nutzung und des Tragfähigkeitsmechanismus, die von der Kommission im Dezember 2016 vorgelegt worden waren, werden Verbraucher ihre Mobilgeräte auch auf vorübergehenden Auslandsreisen in der EU zu den Bedingungen ihrer inländischen Verträge nutzen können. Wenn Verbraucher die vertraglichen Nutzungsgrenzen beim Roaming überschreiten, dürfen etwaige zusätzliche Entgelte nicht höher sein als die für die Vorleistungsebene festgelegten Obergrenzen. Die Einigung muss nun noch formell von Parlament und Rat beschlossen werden.

Quelle: EU-Aktuell v. 01.02.2017


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