Gericht/Institution:BGH
Erscheinungsdatum:09.01.2017
Entscheidungsdatum:21.12.2016
Aktenzeichen:3 StR 454/16 
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Verurteilung wegen Mordanschlages auf Henriette Reker rechtskräftig

 

Der BGH hat im Fall des Attentats auf Henriette Reker die Verurteilung des Angeklagten wegen versuchten Mordes zu einer Freiheitsstrafe von 14 Jahren bestätigt.

Das OLG Düsseldorf hatten den 45-jährige Frank S. wegen versuchten Mordes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung und mit fahrlässiger Körperverletzung sowie wegen gefährlicher Körperverletzung in zwei tateinheitlichen Fällen und wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von 14 Jahren verurteilt.
Nach den Feststellungen des Oberlandesgerichts versuchte der Angeklagte, die damalige Kandidatin Henriette Reker heimtückisch zu töten, um ihre Wahl zur Oberbürgermeisterin der Stadt Köln zu verhindern und ein Zeichen gegen die nach seiner Auffassung verfehlte Politik in Deutschland, insbesondere in Ausländer- und Flüchtlingsangelegenheiten, zu setzen. Auf einer Wahlkampfveranstaltung am 17.10.2015, dem Tag vor der Wahl, stach der Angeklagte der Geschädigten Reker unvermittelt mit einem großen Bowiemesser in den Hals. Henriette Reker wurde lebensgefährlich verletzt. Im Anschluss hieran fügte der Anklagte vier weiteren umstehenden Personen mit dem Bowie- und einem Butterflymesser zum Teil schwere Verletzungen zu.

Der BGH hat die Revision des Angeklagten verworfen.

Das Urteil ist damit rechtskräftig.

Vorinstanz
OLG Düsseldorf, Urt. v. 01.07.2016 - III-6 StS 1/16 (2 StE 2/16-5) 

Quelle: Pressemitteilung des BGH Nr. 3/2017 v. 09.01.2017


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